Themen der Friedensinitiative Bonn-Beuel
Der Schock nach den Attentaten von New York und Washington sitzt noch immer tief. Unsere Anteilnahme und Solidarität gilt den Angehörigen der Opfer dieser menschenverachtenden Taten.
Selbstverständlich müssen die Schuldigen ermittelt und mit rechtsstaatlichen Mitteln zur Verantwortung gezogen werden. Es darf aber keine Vergeltungsschläge oder andere Militäraktionen gegen irgendein Land geben, weil diese sich immer auch gegen die Zivilbevölkerung richten. Wir warnen vor einer Aufspaltung in eine "zivilisierte" und eine "unzivilisierte" Welt. Das würde die Gräben nur noch weiter vertiefen.
Ein neuer Krieg vergrößert das Leid unschuldiger Menschen und bringt neuen Hass und neuen Terror hervor. Schon jetzt hat die Androhung militärischer Gewalt zu millionenfachem Flüchtlingselend in Afghanistan geführt. Mehr denn je gilt: Krieg kann keine Konflikte lösen.
Langfristig wird der Terrorismus nur zu bekämpfen sein, indem ihm der wirtschaftliche, soziale, politische und ideologische Nährboden entzogen wird, auf dem er gedeiht.
Kein Raketenabwehrsystem, keine noch so gut gerüstete Armee und keine noch so großen inneren Sicherheitsmaßnahmen werden uns vor den neuen Formen des Terrors schützen können. Mehr Sicherheit erreichen wir nur durch Abrüstung, den Ausbau ziviler Konfliktlösungsinstrumente, die Stärkung des internationalen Rechts und durch mehr soziale, ökologische und wirtschaftliche Gerechtigkeit in der Welt.
Lassen wir nicht zu, dass in unserer Gesellschaft das friedliche Zusammenleben verschiedener Kulturen und Religionen zerstört wird. Wehren wir uns gegen Tendenzen, unter dem Deckmantel der Terrorismusbekämpfung immer mehr Grund- und Freiheitsrechte einzuschränken (z.B. durch die geplante erweiterte Rasterfahndung, verschärfte Kontrollen, Bespitzelung der Bevölkerung).
Wir sagen NEIN zu Vergeltung, Krieg und Militäreinsätzen.
Wir sagen NEIN zu militärischen Einsätzen der Bundeswehr.
Wir sagen NEIN zur Aufrüstung der Bundeswehr als Interventionsarmee.
Keine Demontage von Grund- und Freiheitsrechten!
Gegen Ausländerfeindlichkeit, Rassismus und Ausgrenzung!
Tragen wir dazu bei, die Spaltung der Welt zu überwinden.
Demonstration "Nie wieder Krieg"
Samstag, 8. Dezember 2001, 12 Uhr Offenbachplatz/Opernhaus in Köln.
Weitere Informationen folgen!
Am 7. November 2001 fand im Plenarsaal in Bonn eine Festveranstaltung aus Anlass des 40jährigen Bestehens des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung mit zahlreichen prominenten Gästen aus Politik (u. a. Bundeskanzler Schröder) und Gesellschaft statt.
Eine gute Gelegenheit, auf unser Anliegen, den Krieg in Afghanistzu stoppen und einer Beteiligung der Bundeswehr die Zustimmung zu versagen, aufmerksam zu machen. Aufgerufen zu dieser Aktion hatte kurzfristig IPPNW (Internationale Ärzte zur Verhinderung des Atomkrieges) mit Unterstützung der Friedensinitiative Beuel.
So traf sich um 13.45 Uhr eine kleine Gruppe mit großen Transparenten vor dem Haupteingang des Plenarsaals. Freundliche Polizisten inspizierten unsere Transparente und hatten nichts gegen unsere Forderungen einzuwenden. Die hereinströmenden Gäste waren wohl etwas erstaunt schauten aber interessiert. Gegen 14.00 kündigte Hubschrauberlärm die Ankunft von Bundeskanzler Schröder an. Nach einem kleinen Spurt zum Eingang des Plenarsaals am Rhein schafften wir es dann noch, auch dort unsere Transparente zu entrollen und so unsere Forderungen dem Bundeskanzler direkt zu präsentieren.
Eine kleine Aktion, die aber zeigt, dass die Friedensbewegung präsent ist! Wir danken allen, die sich an dieser Aktion beteiligt haben.
Wir unterstützen den Appell der Friedensbewegung "Brücken bauen - Gewaltspirale durchbrechen" (Aufruf kann auch als PDF-Datei heruntergeladen werden) sowie den
die dazu auffordern, die Gewalt nicht eskalieren zu lassen.
Der bundesweite Aktionstag der Friedensbewegung mit den Großkundgebungen in Berlin und Stuttgart war ein erster Erfolg im Widerstand gegen den Krieg in Afghanistan.
Weitere Bilder von der Kundgebung in Bonn und in Berlin
Auch unsere zusammen mit IPPNW organisierte Kundgebung in Bonn war ein voller Erfolg. Rund 500 Teilnehmer verfolgten über zwei Stunden die Reden verschiedener Vertreter der Friedensbewegung:
Großen Anklang fand auch John Lennons Song Imagine in einer gemeinsamen Interpretation der Popsängerin Noa (hebräisch) und des Popsängers Khaled (arabisch). Bei Interesse Auskunft bei mkraemer@uni-bonn.de
Das war erst der Anfang! Unsere Aktionen müssen weitergehen.