Hiroshima-Tag 2000 in Bonn-Beuel


Zur diesjährigen Gedenkveranstaltung anlässlich des 55. Jahrestages der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki fanden sich wieder wie in den vergangenen Jahren zahlreiche Friedensfreunde ein. Die Teilnehmer drückten ihre Besorgnis über die Gefahr eines neuen atomaren Wettrüstens aus. Diese Gefahr geht von den Planungen zum US-Programm "National Missile Defence" und der russischen Antwort, der so genannten "Putin-Doktrin" aus. Beide Seiten schließen auch den atomaren Erstschlag nicht mehr aus.

Begrüßt wurde von den Teilnehmern die Initiative der Russell Peace Foundation, die sich zum Ziel gesetzt hat, neben Aktivitäten im Europäischen Parlament auch europaweit eine Bewegung von unten für ein atomwaffenfreies Europa zu erreichen.

Da auch in der Bundesrepublik immer noch Atomwaffen lagern (in Büchel in der Südeifel) unterstützten die Teilnehmer der Gedenkfeier die Unterschriftenaktion der "Gewaltfreien Aktion Atomwaffen abschaffen".

Neben der Bedrohung des äußeren Friedens wurde auch die Bedrohung des inneren Friedens durch zunehmende Neonazi-Übergriffe auf ausländische Mitbürger und Minderheiten wie Behinderte, Obdachlose usw. angesprochen.